Kinderdorf „Villa Jesus Niño“

Emblem des Kinderdorfes: stilisierter Jesus umarmt zwei Kindern; Schriftzug: Jesus Nino; Schriftzug: Chillan

Leitspruch des Kinderdorfes:

„Una familia que acoge con amor“
(„Eine Familie, die mit Liebe aufnimmt“)

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Schon bei den ersten Kontakten mit Padre Osvaldo berichtete er von Kindern, die auf der Straße lebten. Sie stammten in der Regel aus Familien, in denen ein Teil der Eltern Alkoholiker ist und  der Lebensunterhalt nicht gesichert war.

Mit Hilfe der KINDERHILFE CHILLAN konnte Padre Osvaldo ein kleines Haus erwerben und diese Kinder von der Straße und aus den Elendsvierteln holen.
Schon bald war dieses zu klein und nach einer Grundstücksschenkung reifte die Idee, ein eigenes Kinderdorf zu erbauen.
Im Dezember 1983 wurde der Grundstein für das erste Haus des Kinderdorfes von Kardinal Raúl Silva Henriquez aus Santiago gelegt. Ein Jahr später zog die erste Familie ein. Mit dem Bau des zehnten Hauses und eines Gemeinschaftshauses wurde das Kinderdorf vollendet.

Grundgedanke und Organisation

In jedem Haus des Kinderdorfes „Villa Jesus Niño“ lebt eine Familie mit eigenen Kindern, die bereit und in der Lage ist, weitere 8-10 Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen aufzunehmen. Sie werden von Sozialarbeitern, Pädagogen und Psychologen bei ihrer schwierigen Aufgabe unterstützt und begleitet. Für die hauswirtschaftlichen Arbeiten ist für jedes Haus eine Hilfskraft eingestellt. Alle Väter gehen einer regelmäßigen Arbeit außerhalb des Kinderdorfes nach.

Die Baukosten betrugen je Haus etwa 50.000 - 60.000 DM . Jedes der zweistöckigen Häuser hat ein Wohn- und Esszimmer, einen Aufenthaltsraum, zwei Bad, eine Küche und fünf Schlafräume. Inzwischen mussten alle Häuser einmal renoviert werden und haben einen Erweiterungsbau und großzügigere Wasch- und Duschräume erhalten.

Für einen Teil der Jugendlichen über 18 Jahren  hat die KINDERHILFE CHILLAN ein Haus gekauft und als Außenwohngruppe eingerichtet. Unter unter sozialpädagogischer Begleitung können sich hier die Heranwachsenen in Schul- oder Berufsausbildung  auf ein eigenständiges Leben vorbereiten.

 

 

 

Besuch aus Deutschland

Groß ist die Freude bei den Kindern, wenn „Tia (Tante) Monika“ und Padre Hermann-Ludwig wieder einmal nach Chile kommen und die Kinder des Kinderdorfes besuchen. Mit einer großen „Velada“ (Unterhaltungsprogramm) zeigen sie all ihr Können und bedanken sich damit bei der KINDERHILFE CHILLAN, die ihnen ein neues Zuhause gegeben hat.

Velada, Kinder führen auf einer Bühne etwas vor

Theaterspiel für deutsche Besucher

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Gruppenfoto mit Frau Hoffeld und Kindern aus dem Kinderdorf

Der KINDERHILFE CHILLAN sind regelmäßige Besuche des Kinderdorfes und der anderen Projekte sehr wichtig. Im direkten Kontakt können sich die Verantwortlichen von der ordnungsgemäßen Verwendung der zur Verfügung gestellten Gelder überzeugen. Darüber hinaus dienen die Besuche dem Austausch mit den Leitern/innen und Mitarbeitern/innen der Projekte, die Gelegenheit haben, direkt über Probleme und Fortschritte ihrer Arbeit zu berichten.