Definition von Armut

Armut ist die weit aufklaffende, erbarmungslose Hölle,
die unter der zivilisierten Gesellschaft gähnt.

(Jean Paul 1763-1825)

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Nach der Studie CASEN 2001 (Caracterizacion Socioeconomica Nacional), die alle zwei Jahre in Chile durchgeführt wird, ist der Anteil der Armen Besorgnis erregend. Mehr als 3 Mio. Chilenen leben in Armut, was einem Anteil von 20,6 % entspricht.
Die Anzahl der in extremer Armut lebenden Chilenen ist in den letzten Jahren sogar gestiegen und liegt zur Zeit bei 850.000 ( 5,7 % der Gesamtbevölkerung).
Immer häufiger ist auch die Mittelschicht von den Auswirkungen der Wirtschaftskrise, von Arbeitslosigkeit und zunehmender Verarmung betroffen. Plötzlich kann die teure Schulausbildung für die Kinder nicht mehr bezahlt werden und oftmals reicht das Geld noch nicht einmal für die Miete.

Doch wer wird in der Studie CASEN überhaupt als "arm" bezeichnet?
Arm ist, wer im Monat mit 41.000 Peso (ca. 64 €) auskommen muss und grundlegende Bedürfnisse nicht mehr befriedigen kann, die über die Beschaffung von Nahrungsmitteln hinausgehen.
In extremer Armut lebt indessen, wer über weniger als 20.562 Pesos (ca. 32 €) monatlich verfügt und somit noch nicht einmal genug Geld hat, um sich zu ernähren.