| Kinderdorf |
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Kinderdorf „Villa Jesus Niño“Schon bei den ersten Kontakten mit Padre Osvaldo berichtete er von Kindern, die auf der Straße lebten. Sie stammten in der Regel aus Familien, in denen ein Teil der Eltern Alkoholiker und der Lebensunterhalt nicht gesichert war. Mit Hilfe der KINDERHILFE CHILLÁN erwarb Padre Osvaldo ein kleines Haus und holte diese Kinder von der Straße und aus den Elendsvierteln.
Leitspruch des Kinderdorfes: „Una familia que acoge con amor“
Grundgedanke und OrganisationIn jedem Haus des Kinderdorfes „Villa Jesus Niño“ lebt eine Familie mit eigenen Kindern, die bereit und in der Lage ist, weitere acht bis zehn Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen aufzunehmen. Sie werden von Sozialarbeitern, Pädagogen und Psychologen bei ihrer schwierigen Aufgabe unterstützt und begleitet. Für die hauswirtschaftlichen Arbeiten ist für jedes Haus eine Hilfskraft eingestellt. Alle Väter gehen einer regelmäßigen Arbeit außerhalb des Kinderdorfes nach. Die Baukosten betrugen je Haus etwa 50.000 bis 60.000 DM . Jedes der zehn zweistöckigen Häuser hat ein Wohn- und Esszimmer, einen Aufenthaltsraum, zwei Bäder, eine Küche und fünf Schlafräume. Inzwischen mussten alle Häuser einmal renoviert werden und haben einen Erweiterungsbau und neue Wasch- und Duschräume erhalten. Für einen Teil der Jugendlichen über 18 Jahren hat die KINDERHILFE CHILLÁN ein Haus gekauft und als Außenwohngruppe eingerichtet. Unter sozialpädagogischer Begleitung können sich hier die Heranwachsenden in Schul- oder Berufsausbildung auf ein eigenständiges Leben vorbereiten. VeränderungenMittlerweile hat sich in Chile die Gesellschaft verändert, so dass wir die Struktur des Kinderdorfes überdenken müssen. Seit Jahren bezuschusst der Staat teilweise das Kinderdorf. Er macht dabei zur Auflage, dass die Kinder baldmöglichst wieder in ihre Familien zurückgeführt werden. Die Psychologen und Sozialarbeiter des Kinderdorfes arbeiten mit den leiblichen Eltern zusammen und bereiten die Rückkehr der Kinder vor. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass die Kinder, die in die "Villa Jesús Nino" aufgenommen werden, immer verhaltensauffälliger werden. Dazu wird es immer schwieriger, Kinderdorfeltern zu finden, die diesen neuen Anforderungen gewachsen sind. Daher ist unser bisheriges Elternsystem, das in Chile als vorbildlich galt, zu überdenken. Im Februar und März 2010 erschütterten mehrere Erdbeben Chile. Das Kinderdorf wurde schwer geschädigt. Jetzt stehen wir erneut vor riesigen Herausforderungen, um den Kindern, denen wir seit Ende der 1970er Jahre ein Zuhause ermöglichen konnten, auch weiterhin Lebensperspektiven zu geben. Besuch aus Deutschland Groß ist die Freude bei den Kindern, wenn „Tia (Tante) Monika“ und Padre Hermann-Ludwig wieder einmal nach Chile kommen und die Kinder des Kinderdorfes besuchen. Mit einer großen "Velada“ (Unterhaltungsprogramm) zeigen sie all ihr Können und bedanken sich damit bei der KINDERHILFE CHILLÁN, die ihnen ein neues Zuhause gegeben hat. Der KINDERHILFE CHILLÁN sind regelmäßige Besuche des Kinderdorfes und der anderen Projekte sehr wichtig. Im direkten Kontakt können sich die Verantwortlichen von der ordnungsgemäßen Verwendung der zur Verfügung gestellten Gelder überzeugen. Darüber hinaus dienen die Besuche dem Austausch mit den Leitern und Leiterinnen sowie Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Projekte, die Gelegenheit haben, direkt über Probleme und Fortschritte ihrer Arbeit zu berichten.
Theaterspiel für deutsche Besucher
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